Bundessozialgericht
Urt. v. 14.09.1978, Az.: 11 RA 36/77
Berufung; Erstattungsbescheid; Feststellung der Nichtigkeit; Verpflichtung zur Aufhebung; Beitragserstattung; Fehlender Antrag; Verpflichtung zur Rücknahme
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 14.09.1978
- Aktenzeichen
- 11 RA 36/77
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1978, 10673
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- SG Frankfurt 17.03.1976 - S 17 An 1147/74
- LSG Darmstadt 22.03.1977 - L 2 An 283/76
Rechtsgrundlagen
- § 79 AVG
- § 1300 RVO
- § 82 Abs. 1 S. 1 AVG
- § 1303 Abs. 1 S. 1 RVO
- § 1744 RVO
- § 44 VwVfG
- § 144 Abs. 1 Nr. 1 SGG
Fundstelle
- SozR 2200 § 1303 Nr 12
Amtlicher Leitsatz
1. Wird mit der Klage die Feststellung der Nichtigkeit oder die Verpflichtung des Versicherungsträgers zur Aufhebung eines Erstattungsbescheides begehrt, so ist die Berufung nicht nach SGG § 144 Abs 1 Nr 1 ausgeschlossen.
2. Ein Bescheid, auf Grund dessen Beiträge erstattet worden sind (AVG § 82= RVO § 1303), ist nichtig, wenn ein Antrag des Versicherten auf Beitragserstattung fehlt.
3. Der Versicherungsträger ist zur Aufhebung (Rücknahme) eines rechtswidrigen Erstattungsbescheides auch dann nicht in entsprechender Anwendung des AVG § 79 (= RVO § 1300) verpflichtet, wenn der Versicherte die Aufhebung begehrt und zur Wiedereinzahlung des Erstattungsbetrages bereit ist.