Bundessozialgericht
Urt. v. 30.03.1977, Az.: 6 RKa 3/76
Kassenärztliche Versorgung; Honorarverteilungsmaßstab einer KÄV; Besondere Gruppe von Kassenärzten; Zulassungsstatus
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 30.03.1977
- Aktenzeichen
- 6 RKa 3/76
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1977, 10888
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- § 368a Abs. 8 RVO
- § 368d Abs. 1 S. 1 RVO
- § 368f RVO
- § 368g RVO
- Art. 3 Abs. 1 GG
- Art. 12 Abs. 1 S. 2 GG
Fundstellen
- BSGE 43, 247 - 250
- SozR 2200 § 368f Nr 5
Amtlicher Leitsatz
Vorschriften, nach denen bestimmte Gruppen von Kassenärzten (hier: Röntgenfachärzte) Kassenpatienten grundsätzlich nicht unmittelbar auf Krankenschein, sondern nur auf Überweisung durch einen anderen Arzt behandeln dürfen, betreffen den Zulassungsstatus dieser Kassenärzte und können deshalb nicht im Honorarverteilungsmaßstab der KÄV getroffen werden. Offen bleibt, ob sie nur durch den Gesetzgeber (oder aufgrund gesetzlicher Ermächtigung in der Zulassungsordnung) erlassen oder auch vertraglich (RVO § 368g) mit den KK vereinbart werden können; ferner ob sie mit dem Gleichheitssatz und mit der Freiheit der Berufsausübung des Kassenarztes (GG Art 3 Abs 1, Art 12 Abs 1 S 2) und mit der freien Arztwahl der Versicherten (RVO § 368d Abs 1) vereinbar sind.