Bundessozialgericht
Urt. v. 21.04.1966, Az.: 9 RV 742/65
Verfrühter Verhandlungsschluß; Wiedereröffnungsantrag; Ablehnung der Wiedereröffnung; Verletzung von Prozeßgrundsätzen; Wesentlicher Verfahrensmangel
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 21.04.1966
- Aktenzeichen
- 9 RV 742/65
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1966, 10260
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- § 121 S. 2 SGG
- § 162 Abs. 1 Nr. 2 SGG
Fundstellen
- DVBl 1968, 352
- MDR 1966, 708-709 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1966, 1478-1480 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
Mußte das Tatsachengericht erkennen, daß die mündliche Verhandlung verfrüht geschlossen wurde, so darf es den Antrag auf Wiedereröffnung nicht ablehnen. Die Ablehnung verletzt in einem solchen Fall wesentliche Prozeßgrundsätze und stellt daher einen Verfahrensmangel iS des SGG § 162 Abs. 1 Nr. 2 dar.