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Bundesgerichtshof
Beschl. v. 09.09.2025, Az.: 5 StR 478/24

Verwerfung der Anhörungsrüge eines Verurteilten

Bibliographie

Gericht
BGH
Datum
09.09.2025
Aktenzeichen
5 StR 478/24
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 2025, 23263
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
ECLI:DE:BGH:2025:090925B5STR478.24.0

Verfahrensgang

vorgehend
LG Hamburg - 02.02.2024 - AZ: 608 KLs 1/23 5701 Js 69/18

Verfahrensgegenstand

Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr
hier: Gehörsrüge nach § 356a StPO

Tenor:

Die Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Senatsbeschluss vom 15. Juli 2025 wird auf seine Kosten verworfen.

Gründe

1

Die zulässige Anhörungsrüge gegen den Beschluss des Senats vom 15. Juli 2025 hat keinen Erfolg, weil der Senat bei seiner Entscheidung weder Verfahrensstoff verwertet hat, zu dem der Verurteilte nicht gehört worden wäre, noch zu berücksichtigendes Vorbringen des Verurteilten übergangen hat. Hierzu ist Folgendes zu bemerken:

2

Zur Erfolglosigkeit der Verfahrensrüge des Angeklagten, mit der er sich gegen die Ablehnung eines auf die Einvernahme eines Entlastungszeugen gerichteten Beweisantrags wendet, hat der Senat in seinem Beschluss auf die Antragsschrift des Generalbundesanwalts verwiesen. Dort ist bereits ausführlich begründet, dass der Vorsitzende der Strafkammer mit Blick auf die vorangegangene Kommunikation annehmen durfte, dass der Zeuge - entsprechend der Erklärung seines anwaltlichen Vertreters - an seiner Entscheidung festhält, zur Vermeidung einer Selbstbelastung umfassend von seinem Auskunftsverweigerungsrecht nach § 55 StPO Gebrauch zu machen. Der Beweisantrag wurde daher rechtsfehlerfrei abgelehnt, ohne dass es darauf ankäme, ob - wie in der Gegenerklärung vorgebracht - ein Abstimmungsdefizit zwischen dem Zeugen und seinem Beistand bestand.

3

Der Vortrag in der Gegenerklärung hat dem Senat daher keinen Anlass zu einer Ergänzung gegeben. Das Schweigen auf zusätzliche Ausführungen in der Gegenerklärung offenbart im revisionsgerichtlichen Beschlussverfahren, dass diese ungeeignet gewesen sind, die vom Generalbundesanwalt dargelegte Erfolglosigkeit der erhobenen Revisionsrügen zu entkräften (vgl. BGH, Beschlüsse vom 29. Juni 2023 - 3 StR 460/22 mwN; vom 10. März 2025 - 5 StR 694/24). Dass der Senat der abweichenden Auffassung des Beschwerdeführers nicht gefolgt ist, begründet keinen Gehörsverstoß.

Mosbacher
Köhler
Resch
von Häfen
Werner