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Bundesgerichtshof
Beschl. v. 02.12.2014, Az.: II ZR 119/14
Berührung deutschen Rechts bei der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bei einer einer private company limited byshares
Gericht: BGH
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 02.12.2014
Referenz: JurionRS 2014, 27690
Aktenzeichen: II ZR 119/14
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Erfurt - 07.09.2012 - AZ: 9 O 441/11

OLG Jena - 17.07.2013 - AZ: 2 U 815/12

Rechtsgrundlagen:

Art. 4 VO (EG) Nr. 1346/2000

Art. 3 Abs. 1 EuInsVO

Art. 4 Abs. 1 EuInsVO

Fundstellen:

AW-Prax 2015, 130-131

DB 2015, 58-60

DB 2015, 7

DStR 2015, 12

EuZW 2015, 160

EWiR 2015, 99

GmbHR 2015, 79-81

GWR 2015, 40

InsbürO 2015, 201

IPRax 2015, 334-336

JZ 2015, 101

JZ 2015, 103

MDR 2015, 302-303

NJ 2015, 78-79

NWB 2015, 89

NWB direkt 2015, 35

NZG 2015, 101-103

NZI 2015, 6

NZI 2015, 85-87

RIW 2015, 157-159

StuB 2015, 160

StuB 2015, 768

WM 2015, 79-82

ZInsO 2015, 92-94

ZIP 2015, 2

ZIP 2015, 68-71

BGH, 02.12.2014 - II ZR 119/14

Amtlicher Leitsatz:

AEUV Art. 49, 54; EuInsVO Art. 4

Dem Gerichtshof der Europäischen Union werden zur Auslegung der Art. 49, 54 AEUV und des Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 1346/2000 des Rates vom 29. Mai 2000 über Insolvenzverfahren (ABl. L 160, S. 1) - EuInsVO - folgende Fragen vorgelegt:

  1. a)

    Betrifft eine Klage vor einem deutschen Gericht, mit der ein Direktor einer private company limited by shares englischen oder walisischen Rechts, über deren Vermögen in Deutschland nach Art. 3 Abs. 1 EuInsVO das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist, vom Insolvenzverwalter auf Ersatz von Zahlungen in Anspruch genommen wird, die er vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens, aber nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit geleistet hat, das deutsche Insolvenzrecht im Sinne des Art. 4 Abs. 1 EuInsVO?

  2. b)

    Verstößt eine Klage der vorstehenden Art gegen die Niederlassungsfreiheit nach Art. 49, 54 AEUV?

Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 4. November 2014 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bergmann, den Richter Prof. Dr. Strohn, die Richterinnen Caliebe und Dr. Reichart sowie den Richter Sunder

beschlossen:

Tenor:

  1. 1.

    Das Verfahren wird ausgesetzt.

  2. 2.

    Dem Gerichtshof der Europäischen Union werden zur Auslegung der Art. 49, 54 AEUV und des Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 1346/2000 des Rates vom 29. Mai 2000 über Insolvenzverfahren (ABl. L 160, S. 1) - EuInsVO - folgende Fragen vorgelegt:

    1. a)

      Betrifft eine Klage vor einem deutschen Gericht, mit der ein Direktor einer private company limited byshares englischen oder walisischen Rechts, über deren Vermögen in Deutschland nach Art. 3 Abs. 1 EuInsVO das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist, vom Insolvenzverwalter auf Ersatz von Zahlungen in Anspruch genommen wird, die er vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens, aber nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit geleistet hat, das deutsche Insolvenzrecht im Sinne des Art. 4 Abs. 1 EuInsVO?

    2. b)

      Verstößt eine Klage der vorstehenden Art gegen die Niederlassungsfreiheit nach Art. 49, 54 AEUV?