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Bundesgerichtshof
Beschl. v. 23.09.2009, Az.: III ZR 16/06

Zulässigkeit der Erhebung von Gerichtskosten für ein Revisionsverfahren bei einer objektiv unrichtigen Sachbehandlung durch die Vorinstanz

Bibliographie

Gericht
BGH
Datum
23.09.2009
Aktenzeichen
III ZR 16/06
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 2009, 22550
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
LG München - 23.01.2002 - AZ: 9 O 20233/98
LG München I - 23.01.2002 - AZ: 9 O 20233/98
OLG München - 17.03.2005 - AZ: 1 U 2218/02
BGH - 21.12.2005 - AZ: III ZA 5/05
BGH - 12.04.2006 - AZ: III ZR 16/06
BGH - 30.11.2006 - AZ: III ZR 16/06
BGH - 30.11.2006 - AZ: III ZR 16/06
BGH - 22.02.2007 - AZ: III ZR 16/06
nachfolgend
BGH - 26.11.2009 - AZ: III ZR 16/06

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 23. September 2009
durch
den Vizepräsidenten Schlick und
die Richter Dörr, Dr. Herrmann, Hucke und Tombrink
beschlossen:

Tenor:

Von der Erhebung der Gerichtskosten für das Revisionsverfahren wird gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 GKG abgesehen, da nach den Ausführungen in der Endgültigen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 7. Oktober 2008 von einer objektiv unrichtigen Sachbehandlung durch das Oberlandesgericht München auszugehen ist und bei einem ordnungsgemäßen Verfahren der Revisionsrechtszug vermieden worden wäre.

Demgegenüber gibt es keine Rechtsgrundlage dafür, dem Beklagten die Kosten des Revisionsverfahrens aufzuerlegen. Der vom Kläger insoweit angeführte Art. 46 MRK kann hierfür schon deshalb nicht herangezogen werden, weil ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nicht ergangen ist.

Schlick
Dörr
Herrmann
Hucke
Tombrink