Bundesgerichtshof
Beschl. v. 27.04.2004, Az.: VI ZR 242/03
Postulationsfähigkeit eines Rechtsanwaltes beim Bundesgerichtshof
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 27.04.2004
- Aktenzeichen
- VI ZR 242/03
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 2004, 13557
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlage
Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat
am 27. April 2004
durch
die Vorsitzende Richterin Dr. Müller,
den Richter Dr. Greiner,
die Richterin Diederichsen und
die Richter Pauge und Zoll
beschlossen:
Tenor:
Der Beschwerdewert für die Revisionsinstanz wird auf 17.500,00 EUR festgesetzt.
Gründe
Nach der Beschwerdebegründung vom 23. Dezember 2003 sollten lediglich der Hilfsantrag zu Ziff. 2a und der Feststellungsantrag mit der Revision weiterverfolgt werden. Dementsprechend enthält die Nichtzulassungsbeschwerdebegründung nur hierzu Ausführungen.
Die Erweiterung der Beschwerdebegründung durch Schreiben vom 2. Januar 2004 konnte schon deshalb nicht wirksam erfolgen, weil die Postulationsfähigkeit des Rechtsanwalts Dr. Bründl mangels einer Zulassung als Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof nicht gegeben ist (§ 78 Abs. 1 Satz 4 ZPO). Die Regelungen der §§ 162 ff. BRAO, deren Gegenstand die Voraussetzungen für die Zulassung eines Rechtsanwalts zum Bundesgerichtshof sind, werden auch nicht durch das Recht der Europäischen Union durchbrochen, da sie nicht auf dem Grundsatz der territorialen Ausschließlichkeit beruhen, sondern auf dem Gedanken, dass Rechtsanwälte mit besonderer Erfahrung oder Kompetenz im Rahmen der Auswahl zu einer spezialisierten Anwaltschaft zugelassen werden (vgl. EuGH NJW 1988, 887, 889; Feuerich/Weylandt, BRAO, 6. Aufl. § 171 Rdn.4; Kleine/Cosack, BRAO, 4. Aufl., § 171).
Streitwertbeschluss:
Der Beschwerdewert für die Revisionsinstanz wird auf 17.500,00 EUR festgesetzt.