Bundesgerichtshof
Urt. v. 09.07.1996, Az.: VI ZR 101/95
Ordnungsgemäße Operation; Risiko der Nachoperation; Erhöhtes Folgenrisiko; Aufklärung vor Erstoperation
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 09.07.1996
- Aktenzeichen
- VI ZR 101/95
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1996, 14248
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- KHuR 1997, 10-12
- MDR 1996, 1015-1016 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1996, 3073-3074 (Volltext mit amtl. LS)
- VersR 1996, 1239-1240 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
Besteht bei einer ordnungsgemäß durchgeführten Operation (hier: Nierenbeckenplastik) stets ein Risiko (hier: Anastomoseninsuffizienz), dessen Verwirklichung zu einer Nachoperation mit erhöhtem Risiko einschneidender Folgen für den Patienten (hier: Verlust einer Niere) führt, ist der Patient auch über dieses Risiko der Nachoperation schon vor dem ersten Eingriff aufzuklären.