Bundesgerichtshof
Urt. v. 09.12.1965, Az.: II ZR 173/63
Versicherungsnehmer; Verschulden am Unfall; Obliegenheitsverletzung; Freistellung von Leistungspflicht; Offenbare Unbilligkeit; Schuldanerkenntnis
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 09.12.1965
- Aktenzeichen
- II ZR 173/63
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1965, 10457
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- § 7 II Abs. 1 AKB
- § 154 Abs. 2 VVG
Fundstellen
- JR 1966, 104
- MDR 1966, 221-222 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1966, 657-658 (Volltext mit amtl. LS)
Redaktioneller Leitsatz
Erkennt der Versicherungsnehmer ein Verschulden am Unfall an, so liegt eine Verletzung seiner Obliegenheiten, die den Haftpflichtversicherer von der Leistungspflicht freistellen würde, nicht vor, wenn der Versicherungsnehmer keine Möglichkeit hat, ohne offenbare Unbilligkeit ein Schuldanerkenntnis zu verweigern hier: infolge Vorfahrtsverletzung eines unter Alkoholeinfluß - 1, 06 o/oo bis 1, 10 o/oo).