Bundesgerichtshof
Beschl. v. 07.02.1952, Az.: III ZR 177/51
Rechtsmittel
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 07.02.1952
- Aktenzeichen
- III ZR 177/51
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1952, 12397
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- Landgerichts Berlin - 14.07.1937 - AZ: 231 O 133/34
Rechtsgrundlagen
Fundstelle
- NJW 1952, 546 (amtl. Leitsatz)
Prozessführer
1) des Rennfahrers Harry H. in K., A. Strasse ...,
2) des Rennfahrers Kurt W. in Bi., E.strasse ...,
Prozessgegner
den Stadtangestellten Walter B. in P. i.Ho. Wa.,
Amtlicher Leitsatz
Zum Zwecke der Beschränkung der Zwangsvollstreckung aus Urteilen, deren Abänderung gemäss §323 ZPO begehrt wird, können vom Revisionsgericht nur in entsprechender Anwendung des §769 ZPO einstweilige Anordnungen erlassen werden.
Tenor:
Der Antrag der Kläger auf einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung aus dem Urteil der 31. Zivilkammer des Landgerichts Berlin vom 14. Juli 1937 - 231 O 133/34 - wird abgelehnt.
Gründe:
Der Senat bejaht mit der neueren Rechtsprechung in entsprechender Anwendung des §769 ZPO die Zulässigkeit einstweiliger Anordnungen zum Zwecke der Beschränkung der Zwangsvollstreckung aus Urteilen, deren Abänderung gemäss §323 ZPO begehrt wird (OLG Düsseldorf HRR 1938, 614; OLG Kiel JRdsch 1949, 88; OLG Celle NdsRpfl 1950, 7; Stein-Jonas-Schönke 17. Aufl. ZPO §323 V 3; Baumbach-Lauterbach 20. Aufl. ZPO §323 Anm. 3 D; Sydow-Busch-Krantz 22. Aufl. ZPO §323 Anm. 4; Greiser JW 1935, 3145; Jonas JW 1935, 3146; 1936, 3592; Clasen DJ 1942, 816; Baur JRdsch 1949, 256). Da die Voraussetzungen für eine solche Einstellung der Zwangsvollstreckung nicht nach §719 Abs. 2 ZPO, sondern nach §769 ZPO zu beurteilen sind, ist im Rahmen des hiernach anzuwendenden freien Ermessens auf den voraussichtlichen Erfolg der Revision Rücksicht zu nehmen. Die Revision der Kläger bietet keine hinreichende Aussicht auf Erfolg. Deshalb lässt sich die Einstellung der Zwangsvollstreckung aus dem Urteil des Landgerichts Berlin vom 14. Juli 1937 nicht rechtfertigen.