Bundesfinanzhof
Urt. v. 30.10.1996, Az.: II R 12/92
Geschäftseinrichtung; Rohrleitung; Unterirdische Rohrleitung; Betriebsstätte; Bezug zur Erdoberfläche; Nutzung zu unternehmerischen Zwecken; Durchleiten von Flüssigkeiten; Transport von Rohöl
Bibliographie
- Gericht
- BFH
- Datum
- 30.10.1996
- Aktenzeichen
- II R 12/92
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1996, 11401
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- BFHE 181, 356 - 362
- BB 1997, 138-140 (Volltext mit amtl. LS)
- BFH/NV 1997, 75-77
- BStBl II 1997, 12-15 (Volltext mit amtl. LS)
- Betr 1997, 310
- DB 1997, 310-312 (Volltext mit amtl. LS)
- DStRE 1997, 217-219 (Volltext mit amtl. LS)
- DStZ 1997, 422-423 (Volltext mit amtl. LS)
- HFR 1997, 212-214 (Volltext mit amtl. LS)
- KÖSDI 1997, 10948 (Kurzinformation)
- NWB 1998, 3720-3721
- NWB 1997, 77
Amtlicher Leitsatz
1. Eine unterirdisch verlaufende Rohrleitung stellt eine "feste" Geschäftseinrichtung i. S. des § 12 S. 1 AO 1977 dar. Der Betriebsstättenbegriff erfordert nicht, daß die Geschäftseinrichtung oder Anlage einen Bezug zur Erdoberfläche hat und deshalb dort auch sichtbar sein muß.
2. Eine Anlage oder Geschäftseinrichtung dient der Tätigkeit eines Unternehmens i. S. von § 12 S. 1 AO 1977, wenn der Unternehmer diese für eine gewisse Dauer zu unternehmerischen Zwecken benutzt. Diese Voraussetzungen liegen bereits beim bloßen Durchleiten (Transport) von Rohöl eine Pipeline vor.