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Bundesfinanzhof
Urt. v. 10.10.1996, Az.: III R 94/93

Übertragung des Kinderfreibetrags; Änderung des Steuerbescheids; Zustimmung des anderen Elternteils; Eigener Kinderfreibetrag; Zustimmung nach Bestandskraft; Zustimmung nach Antragsstellung

Bibliographie

Gericht
BFH
Datum
10.10.1996
Aktenzeichen
III R 94/93
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1996, 11126
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • BFHE 181, 458 - 462
  • BB 1997, 293-295 (Volltext mit amtl. LS)
  • BFH/NV 1997, 104-105
  • Betr 1997, 309
  • DB 1997, 309-310 (Volltext mit amtl. LS)
  • DStR 1997, 197-198 (Volltext mit amtl. LS)
  • DStRE 1997, 201-202 (amtl. Leitsatz)
  • DStZ 1997, 261-262 (Volltext mit amtl. LS)
  • FamRZ 1997, 611 (amtl. Leitsatz)
  • HFR 1997, 398-400 (Volltext mit amtl. LS)
  • KÖSDI 1997, 10989 (Kurzinformation)
  • NWB 1997, 235

Amtlicher Leitsatz

1. Der Kinderfreibetrag des anderen Elternteils ist auf Antrag der Steuerpflichtigen mit Zustimmung des anderen Elternteils auch dann nach § 32 VI S. 4 EStG auf den Steuerpflichtigen zu übertragen, wenn diesem kein eigener (halber) Kinderfreibetrag nach § 32 VI S. 1 EStG zusteht.

2. Ein Einkommensteuerbescheid ist auch dann nach § 175 I S. 1 Nr. 2 AO 1977 zu ändern, wenn nicht nur die Zustimmung zu dem Antrag des Steuerpflichtigen auf Übertragung des (halben) Kinderfreibetrags des anderen Elternteils nach Eintritt der Bestandskraft erteilt wurde, sondern auch der Antrag nach § 32 VI S. 4 EStG erst nach diesem Zeitpunkt gestellt wurde.