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Bundesfinanzhof
Urt. v. 02.04.1996, Az.: VII R 119/94

Vorabentscheidung des EuGH; Entscheidungserhebliche Auslegungsfrage; Ermessen des FG; Vorlageberechtigung des FG; Vorlageverpflichtung des BFH

Bibliographie

Gericht
BFH
Datum
02.04.1996
Aktenzeichen
VII R 119/94
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1996, 11050
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • BFHE 180, 231 - 238
  • BB 1996, 1974-1976 (Volltext mit amtl. LS)
  • BB 1996, 1654 (amtl. Leitsatz)
  • BFH/NV 1996, 306-308
  • DStR 1996, 1245 (Volltext mit amtl. LS)
  • DStZ 1996, 606-607 (Volltext mit amtl. LS)
  • HFR 1996, 667-668 (Volltext mit amtl. LS)
  • KÖSDI 1996, 10776 (Kurzinformation)
  • RIW 1996, 793-795 (Volltext mit amtl. LS)
  • UR 1996, 338-341 (Volltext mit amtl. LS)

Amtlicher Leitsatz

1. Es steht dem FG frei, ob es zu einer entscheidungserheblichen Auslegungsfrage des Gemeinschaftsrechts eine Vorabentscheidung des EuGH einholt oder davon absieht. Die Entscheidung des FG darüber wird vom BFH nicht überprüft. Dies gilt auch für die Erwägungen und Gründe, die das FG veranlaßt haben, von der Einholung einer Vorabentscheidung abzusehen.

2. Zur Frage des Verhältnisses der Bindungsregelung nach § 126 V FGO zur Vorlageberechtigung des FG nach Art. 177 II EGV.

3. Zur Frage der Vorlageverpflichtung des BFH nach Art. 177 3 EGV, wenn gegen eine feste Rechtsprechung zu einer Zolltariffrage (hier: sogenannte Annoncenzeitungen als Drucke, die überwiegend Werbezwecken dienen) lediglich neu vorgebracht wird, der EuGH habe zum Begriff "Werbung" im Rahmen der R 77/388 abweichend entschieden.