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Bundesfinanzhof
Urt. v. 14.09.1994, Az.: I R 6/94

Anspruchsverzicht; Schadensersatzanspruch bei Risikogeschäft

Bibliographie

Gericht
BFH
Datum
14.09.1994
Aktenzeichen
I R 6/94
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1994, 11283
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • BFHE 175, 412 - 416
  • BB 1995, 550-551 (Volltext mit amtl. LS)
  • BB 1995, 85 (amtl. Leitsatz)
  • BFH/NV 1995, 12
  • BStBl II 1997, 89-91 (Volltext mit amtl. LS)
  • DB 1995, 249-251 (Volltext mit amtl. LS)
  • DStR 1995, 368-369 (Urteilsbesprechung von WP/StB Dr.Wolf-Dieter Hofmann; kritisch)
  • DStR 1995, 93-94 (Volltext mit amtl. LS)
  • DStZ 1995, 153-154 (Volltext mit amtl. LS)
  • DStZ 1996, 330-339 (Urteilsbesprechung von Alfred Schäfer)
  • GmbHR 1995, 234-236 (Volltext mit amtl. LS)
  • HFR 1995, 207-209 (Volltext mit amtl. LS)

Amtlicher Leitsatz

1. Die bloße Nichtgeltendmachung eines Anspruchs der GmbH gegen ihren Gesellschafter begründet solange keinen Abfluß i. S. des § 27 I KStG 1984, als der Anspruch zivilrechtlich fortbesteht und durchgesetzt werden kann.

2. Die Behandlung des "Verzichts" auf die Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs durch eine GmbH gegenüber ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer als verdeckte Gewinnausschüttung setzt die Entstehung eines zivilrechtlichen Schadensersatzanspruchs voraus, der - ohne den Verzicht - nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Bilanzierung zu aktivieren wäre.

3. Die Übernahme von Risikogeschäften löst auch im Verlustfall bei einer Zugewinn-GmbH keinen Schadensersatzanspruch gegenüber dem Geschäftsführer aus, wenn die Gesellschafter dem Abschluß des Risikogeschäfts zugestimmt hatten.