Bundesfinanzhof
Beschl. v. 27.07.1994, Az.: I R 58/93
Verzicht eines Gesellschafters; Wertlose Forderung; Kapitalgesellschaft; Einlage; Nominalwert der Verbindlichkeit; Teilwert der Forderung; Forderungsverzicht
Bibliographie
- Gericht
- BFH
- Datum
- 27.07.1994
- Aktenzeichen
- I R 58/93
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1994, 11470
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BFHE 175, 264 - 271
- BB 1994, 2245-2246 (Volltext mit amtl. LS)
- BB 1995, 243-246 (Urteilsbesprechung von Dr. Heinrich Weber-Grellet)
- BStBl II 1995, 27-30 (Volltext mit amtl. LS)
- DB 1994, 2269-2271 (Volltext mit amtl. LS)
- DStR 1994, 1734-1736 (Volltext mit amtl. LS)
- DStZ 1995, 53 (amtl. Leitsatz)
- GmbHR 1994, 889-892 (Volltext mit amtl. LS)
- HFR 1995, 145-147 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1998, 1583
Amtlicher Leitsatz
Der I. Senat legt dem Großen Senat gemäß § 11 Abs. 4 FGO folgende Rechtsfragen zur Entscheidung vor:
- 1.
Führt der Verzicht eines Gesellschafters auf seine nicht mehr werthaltige Forderung gegenüber seiner Kapitalgesellschaft bei letzterer zu einer Einlage in Höhe des Nominalwertes der Verbindlichkeit oder in Höhe des Teilwertes der Forderung?
- 2.
Ist eine Einlage bei der Kapitalgesellschaft auch dann anzunehmen, wenn der Forderungsverzicht im Sinne der ersten Vorlagefrage von einer dem Gesellschafter nahestehenden Person ausgesprochen wird (Drittaufwand)?
- 3.
Löst der Verzicht des Gesellschafters auf eine Forderung gegenüber seiner Kapitalgesellschaft bei ihm stets den Zufluß des erlassenen Forderungsbetrages nach Art des § 11 EStG aus oder tritt diese Rechtsfolge nur bei bestimmten Formen eines Forderungsverzichtes (z. B. Erlaßvertrag i. S. des § 397 BGB) ein?
Hinweis: verbundenes Verfahren
Volltext siehe unter BFH - 27.07.1994 - AZ: I R 23/93weitere Verbundverfahren:
BFH - 27.07.1994 - AZ: I R 103/93