Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 06.12.1979, Az.: 3 AZR 274/78
Kürzung; Einstellung von Versorgungsleistungen; Insolvenzsicherung; wirtschaftliche Notlage; Insolvenz; Feststellungsklage; Ruhegeld; Pensionssicherungs-Verein; Ruhegeldzahlung
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 06.12.1979
- Aktenzeichen
- 3 AZR 274/78
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1979, 10031
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- ArbG Karlsruhe 07.11.1975 - 5 Ca 243/75
- LAG Stuttgart 02.12.1977 - 6 Sa 100/77
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BAGE 32, 220
- DB 1980, 1172-1173 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1980, 2598-2599 (Volltext mit amtl. LS)
- ZIP 1980, 463-466
Amtlicher Leitsatz
1. Ein Arbeitgeber, der die Kürzung oder Einstellung von Versorgungsleistungen wegen wirtschaftlicher Notlage anstrebt, muß vor der Kürzung den Träger der Insolvenzsicherung einschalten.
2. Wenn der Pensions-Sicherungsverein (PSV) als Träger der Insolvenzsicherung einer Kürzung oder Einstellung von Ruhegeldzahlungen nicht zustimmt, muß der Arbeitgeber vor Kürzung oder Einstellung im Wege der Feststellungsklage vor den Gerichten für Arbeitssachen auch gegen den PSV feststellen lassen, ob sein Kürzungsverlangen gerechtfertigt ist oder nicht.