Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 19.04.1979, Az.: 3 AZR 645/77
Irrtum; Inhaber; Gesellschafter; Persönliche Haftung; Vertrauen; Rechtsschein; Rechtsscheinstatbestand; Vertrauensschutz; Personengesellschaft; Kapitalgesellschaft; Gesellschafterhaftung
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 19.04.1979
- Aktenzeichen
- 3 AZR 645/77
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1979, 10097
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LAG Hamm 03.06.1977 - 3 Sa 261/77
- LAG Hamm 21.11.1977 - 9 Sa 229/77
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- DB 1979, 1280-1281 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1979, 2267 (amtl. Leitsatz)
- VersR 1980, 247
Amtlicher Leitsatz
1. Wer den Irrtum erweckt, er sei Inhaber oder persönlich haftender Gesellschafter eines kaufmännischen Unternehmens und beschäftige als solcher Arbeitnehmer, muß sich an diesem Rechtsschein festhatten lassen, soweit die Arbeitnehmer darauf vertrauen und vertrauen dürfen.
2. Personengesellschaften, deren persönlich haftende Gesellschafter ausschließlich Kapitalgesellschaften sind, müssen dies in ihrer Firma zum Ausdruck bringen, um Irrtümer über die begrenzte Gesellschafterhaftung auszuschließen (im Anschluß an BGHZ 62, 216 (226ff.)).