Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 21.12.1973, Az.: 4 AZR 59/73
Heilpädagogische Behandlung; Beihilfefähigkeit; Behandlungserfolg; Ausschlußfrist
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 21.12.1973
- Aktenzeichen
- 4 AZR 59/73
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1973, 10128
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LAG München 18.08.1972 - 5 Sa 154/69 N
Rechtsgrundlagen
- Nr. 3, 4, 14 Allgemeine Verwaltungsvorschriften des Bundes über die Gewährung von Beihilfen in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen i.d.F. vom 28.10.1965
- Art. 47 Abs. 2 BayBesG
- § 40 BAT
- § 70 BAT
- § 3 Beihilfentarifvertrag für Angestellte vom 15.6.1959 i.d.F. des Ergänzungs-Tarifvertrages Nr. 1 vom 26.5.1964
- § 184 RVO
Fundstellen
- AP Nr 1 zu § 4 Beihilfevorschriften
- DVBl 1975, 594 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
1. Für die Abgrenzung einer heilpädagogischen Behandlung von einer überwiegend pädagogischen Maßnahme im Sinne der Nr. 4 Ziff. 8 BhV kommt es nicht darauf an, aus welchen Maßnahmen sich eine einheitliche Behandlung im einzelnen zusammensetzt. Beihilfefähigkeit besteht schon dann, wenn die heilpädagogischen Maßnahmen nach der Art des Leidens für den Behandlungserfolg unerläßlich sind.
2. Für Beihilfeansprüche gilt nicht die dreimonatige Ausschlußfrist des § 70 Abs. 2 BAT, sondern die einjährige Ausschlußfrist der Nr. 14 Abs. 4 BhV in Verbindung mit § 40 BAT.