Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 24.05.1973, Az.: 5 AZR 21/73
Ausschlußfristen; Lohnfortzahlungsanspruch; Tarifliche Ausschlußfristen; Fristwahrende Wirkung der Klageerhebung; Auslegung; Verzicht auf Rechte aus dem Ablauf von Ausschlußfristen
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 24.05.1973
- Aktenzeichen
- 5 AZR 21/73
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1973, 10150
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- ArbG Mannheim 27.09.1972 - 2 Ca 224/70
- LAG Stuttgart 30.11.1972 - 7 Sa 127/72
Rechtsgrundlagen
- § 4 TVG
- § 1 LohnFG
- § 209 BGB
- § 212 BGB
- § 404 BGB
- § 182 Abs. 7 RVO
- § 16 Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe
Fundstelle
- DB 1973, 1752-1754 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Tarifliche Ausschlußfristen gelten auch für den Träger der Krankenversicherung, auf den der Lohnfortzahlungsanspruch gemäß § 182 Abs. 7 RVO übergeht.
2. Verlangt die Ausschlußfristenregelung gerichtliche Geltendmachung des Anspruchs, so entfällt grundsätzlich die fristwahrende Wirkung der Klageerhebung, wenn die Klage zurückgenommen wird.
3. Erklärungen über den Verzicht auf Rechte aus dem Ablauf von Verjährungs- und Ausschlußfristen sind grundsätzlich eng auszulegen.