Bundesarbeitsgericht
Beschl. v. 30.01.1973, Az.: 1 ABR 22/72
Betriebsratsmitglied; Versäumnis der Arbeitszeit; Geltendmachung von Lohnansprüchen; Urteilsverfahren
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 30.01.1973
- Aktenzeichen
- 1 ABR 22/72
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1973, 10188
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LAG Stuttgart 06.10.1971 - 8 Sa 21/71
Rechtsgrundlagen
- § 37 Abs. 2 BetrVG 1972
- § 40 Abs. 1 BetrVG 1972
- § 124 Nr. 1 BetrVG 1972
- § 2 Abs. 1 Nr. 4 i.d.F. vom 19.1.1972 ArbGG 1953
- § 8 Abs. 1 i.d.F. vom 19.1.1972 ArbGG 1953
- § 80 Abs. 1 i.d.F. vom 19.1.1972 ArbGG 1953
- § 2 Abs. 1 Nr. 4 ArbGG 1953 (a.F.)
Fundstellen
- BAGE 25, 23 - 28
- DB 1973, 1025-1026 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1973, 1391 (amtl. Leitsatz)
- VersR 1973, 654-656 (Volltext mit red. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. § 37 Abs. 2 BetrVG 1972 will wie § 37 Abs. 2 BetrVG 1952 mit unterschiedlichem Wortlaut, aber gleichem Sinn nur sicherstellen, daß dem Betriebsratsmitglied, sofern es wegen seiner Tätigkeit als Betriebsratsmitglied Arbeitszeit versäumt, der ihm nach dem Arbeitsvertrag zustehende Lohn erhalten bleibt.
2. Lohnansprüche gehören als bürgerliche Rechtsstreitigkeiten nicht zu den "Angelegenheiten aus dem Betriebsverfassungsgesetz" gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 4 ArbGG i. d. F. vom 19.1.1972; sie sind daher nach § 8 Abs. 1 ArbGG im Urteilsverfahren geltend zu machen.