Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 02.05.1968, Az.: 5 AZR 190/67
Sachlich-rechtliche Ansprüche; Erstattung von Prozeßkosten; Prozessualer Kostenerstattungsanspruch; Drittschuldner; Abgabe der Drittschuldnererklärung; Zuziehung eines Prozeßbevollmächtigten; Drittschuldnerprozeß
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 02.05.1968
- Aktenzeichen
- 5 AZR 190/67
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1968, 10007
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LAG Stuttgart 11.04.1967 - 7 Sa 11/67
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BAGE 21, 1 - 6
- BB 1968, 874
- JZ 1968, 601-603 (Volltext mit amtl. LS)
- MDR 1968, 793-794 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1968, 1740-1741 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Sachlich-rechtliche Ansprüche auf Erstattung von Prozeßkosten sind dem Umfang nach den Beschränkungen des prozessualen Kostenerstattungsanspruchs unterworfen.
2. Hat ein Arbeitgeber als Drittschuldner die Verpflichtung zur Abgabe der Drittschuldnererklärung nach ZPO § 840 Abs. 1 nicht erfüllt, so umfaßt der Anspruch des Gläubigers auf Ersatz des ihm entstandenen Schadens (ZPO § 840 Abs. 2 S. 2) nicht die Kosten für die Zuziehung eines Prozeßbevollmächtigten im Drittschuldnerprozeß (Bestätigung von BAG 23.09.1960 5 AZR 258/59 = BAGE 10, 39 ff. [BAG 23.09.1960 - 5 AZR 258/59] = AP Nr. 3 zu § 61 ArbGG 1953 Kosten).