Stiftung von Todes wegen

 Normen 

§§ 83, 84 BGB

 Information 

Stiftung, die mit dem Eintritt des Erbfalls errichtet wird.

Eine Stiftung von Todes wegen kann durch Erbvertrag oder Testament errichtet werden. Ist der Zweck einer Stiftung hinreichend bestimmt, so ist die Errichtung einer unselbstständigen Stiftung aufgrund letztwilliger Verfügung auch in der Weise möglich, dass der Erblasser einem Dritten (Testamentsvollstrecker) die Auswahl des Stiftungsträgers und die inhaltliche Fassung der Stiftungssatzung überlässt (OLG München 28.05.2014 - 31 Wx 144/13).

Der Stifter erhält so die Möglichkeit, dass bestimmte Ziele auch noch nach seinem Tod verwirklicht werden.

Jedoch entbindet die Errichtung einer Stiftung von Todes wegen nicht von der Zahlung des Pflichtteils an die gesetzlichen Erben.

Eine Stiftung kann jetzt auch anerkannt werden, wenn die für die Erlangung der Rechtsfähigkeit in § 81 Abs. 1 S. 3 BGB genannten Voraussetzungen nicht vorliegen. Die Heilung erfolgt, indem die zuständige Behörde der Stiftung vor der Anerkennung eine Satzung gibt oder eine unvollständige Satzung ergänzt. Die Heilung erfolgt, indem die zuständige Behörde der Stiftung vor der Anerkennung eine Satzung gibt oder eine unvollständige Satzung ergänzt.

 Siehe auch 

Frieser/Sarres/Stückemann/Tschichoflos: Handbuch des Fachanwalts Erbrecht; 6. Auflage 2015

Gebel: Erbschaftssteuer bei der Stiftung von Todes wegen; Betriebs-Berater - BB 2001; 2554