§ 6 StGB
Strafgesetzbuch (StGB)
Bundesrecht

Erster Abschnitt – Das Strafgesetz → Erster Titel – Geltungsbereich

Titel: Strafgesetzbuch (StGB)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: StGB
Gliederungs-Nr.: 450-2
Normtyp: Gesetz

§ 6 StGB – Auslandstaten gegen international geschützte Rechtsgüter

Das deutsche Strafrecht gilt weiter, unabhängig vom Recht des Tatorts, für folgende Taten, die im Ausland begangen werden:

  1. 1.

    (weggefallen)

  2. 2.

    Kernenergie-, Sprengstoff- und Strahlungsverbrechen in den Fällen der §§ 307 und 308 Abs. 1 bis 4, des § 309 Abs. 2 und des § 310;

  3. 3.

    Angriffe auf den Luft- und Seeverkehr (§ 316c);

  4. 4.

    Menschenhandel (§ 232);

  5. 5.

    unbefugter Vertrieb von Betäubungsmitteln;

  6. 6.

    Verbreitung pornografischer Schriften in den Fällen der §§ 184a, 184b Absatz 1 und 2 und § 184c Absatz 1 und 2, jeweils auch in Verbindung mit § 184d Absatz 1 Satz 1;

  7. 7.

    Geld- und Wertpapierfälschung (§§ 146, 151 und 152), Fälschung von Zahlungskarten mit Garantiefunktion und Vordrucken für Euroschecks (§ 152b Abs. 1 bis 4) sowie deren Vorbereitung (§§ 149, 151, 152 und 152b Abs. 5);

  8. 8.

    Subventionsbetrug (§ 264);

  9. 9.

    Taten, die auf Grund eines für die Bundesrepublik Deutschland verbindlichen zwischenstaatlichen Abkommens auch dann zu verfolgen sind, wenn sie im Ausland begangen werden.

Zu § 6: Geändert durch G vom 26. 6. 2002 (BGBl I S. 2254), 22. 12. 2003 (BGBl I S. 2838), 27. 12. 2003 (BGBl I S. 3007), 11. 2. 2005 (BGBl I S. 239), 31. 10. 2008 (BGBl I S. 2149), 21. 1. 2015 (BGBl I S. 10) und 11. 10. 2016 (BGBl I S. 2226) (15. 10. 2016).