§ 24 KSVG
Gesetz über die Sozialversicherung der selbstständigen Künstler und Publizisten (Künstlersozialversicherungsgesetz - KSVG)
Bundesrecht

Dritter Abschnitt – Künstlersozialabgabe → Erster Unterabschnitt – Personenkreis

Titel: Gesetz über die Sozialversicherung der selbstständigen Künstler und Publizisten (Künstlersozialversicherungsgesetz - KSVG)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: KSVG
Gliederungs-Nr.: 8253-1
Normtyp: Gesetz

§ 24 KSVG – [Personenkreis]

(1) 1Zur Künstlersozialabgabe ist ein Unternehmer verpflichtet, der eines der folgenden Unternehmen betreibt:

  1. 1.

    Buch, Presse- und sonstige Verlage, Presseagenturen (einschließlich Bilderdienste),

  2. 2.

    Theater (ausgenommen Filmtheater), Orchester, Chöre und vergleichbare Unternehmen; Voraussetzung ist, dass ihr Zweck überwiegend darauf gerichtet ist, künstlerische oder publizistische Werke oder Leistungen öffentlich aufzuführen oder darzubieten; Absatz 2 bleibt unberührt,

  3. 3.

    Theater-, Konzert- und Gastspieldirektionen sowie sonstige Unternehmen, deren wesentlicher Zweck darauf gerichtet ist, für die Aufführung oder Darbietung künstlerischer oder publizistischer oder Leistungen zu sorgen; Absatz 2 bleibt unberührt,

  4. 4.

    Rundfunk, Fernsehen,

  5. 5.

    Herstellung von bespielten Bild- und Tonträgern (ausschließlich alleiniger Vervielfältigung),

  6. 6.

    Galerien, Kunsthandel,

  7. 7.

    Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit für Dritte,

  8. 8.

    Varieté- und Zirkusunternehmen, Museen,

  9. 9.

    Aus- und Fortbildungseinrichtungen für künstlerische oder publizistische Tätigkeiten.

2Zur Künstlersozialabgabe sind auch Unternehmer verpflichtet, die für Zwecke ihres eigenen Unternehmens Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit betreiben und dabei nicht nur gelegentlich Aufträge an selbstständige Künstler oder Publizisten erteilen.

Absatz 1 neugefasst durch G vom 20. 12. 1988 (BGBl I S. 2606). Satz 1 Nummer 2 neugefasst durch G vom 25. 9. 1996 (BGBl I S. 1461), geändert durch G vom 13. 6. 2001 (BGBl I S. 1027). Satz 1 Nummer 3 geändert durch G vom 25. 9. 1996 (a. a. O.) und 13. 6. 2001 (BGBl I S. 1027). Satz 1 Nummer 7 neugefasst durch G vom 13. 6. 2001 (a. a. O.). Satz 1 Nummer 8 geändert durch G vom 25. 9. 1996 (a. a. O.). Satz 1 Nummer 9 geändert durch G vom 13. 6. 2001 (a. a. O.). Satz 2 neugefasst durch G vom 13. 6. 2001 (a. a. O.).

(2) 1Zur Künstlersozialabgabe sind ferner Unternehmer verpflichtet, die nicht nur gelegentlich Aufträge an selbstständige Künstler oder Publizisten erteilen, um deren Werke oder Leistungen für Zwecke ihres Unternehmens zu nutzen, wenn im Zusammenhang mit dieser Nutzung Einnahmen erzielt werden sollen. 2Werden in einem Kalenderjahr nicht mehr als drei Veranstaltungen durchgeführt, in denen künstlerische oder publizistische Werke oder Leistungen aufgeführt oder dargeboten werden, liegt eine nur gelegentliche Erteilung von Aufträgen im Sinne des Satzes 1 vor. 3Satz 1 gilt nicht für Musikvereine, soweit für sie Chorleiter oder Dirigenten regelmäßig tätig sind.

Absatz 2 neugefasst durch G vom 20. 12. 1988 (BGBl I S. 2606). Satz 2 angefügt durch G vom 25. 9. 1996 (BGBl I S. 1461); neugefasst durch G vom 13. 6. 2001 (BGBl I S. 1027). Satz 3 angefügt durch G vom 13. 6. 2001 (a. a. O.).

(3) 1Aufträge werden nur gelegentlich an selbständige Künstler oder Publizisten im Sinne von Absatz 1 Satz 2 oder Absatz 2 Satz 1 erteilt, wenn die Summe der Entgelte nach § 25 aus den in einem Kalenderjahr nach Absatz 1 Satz 2 oder Absatz 2 Satz 1 erteilten Aufträgen 450 Euro nicht übersteigt. 2Absatz 2 Satz 2 bleibt unberührt.

Absatz 3 angefügt durch G vom 30. 7. 2014 (BGBl I S. 1311).