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§ 8 JAG
Gesetz über die juristische Ausbildung (Juristenausbildungsgesetz - JAG -)
Landesrecht Saarland

III. Abschnitt – Studium und erste juristische Prüfung

Titel: Gesetz über die juristische Ausbildung (Juristenausbildungsgesetz - JAG -)
Normgeber: Saarland
Amtliche Abkürzung: JAG
Gliederungs-Nr.: 301-4
Normtyp: Gesetz

§ 8 JAG – Prüfungsfächer und staatliche Pflichtfachprüfung

(1) Prüfungsfächer sind die Pflichtfächer. Andere Rechtsgebiete dürfen im Zusammenhang mit den Prüfungsfächern zum Gegenstand der Prüfung gemacht werden, soweit lediglich Verständnis und Arbeitsmethode festgestellt werden sollen und Einzelwissen nicht vorausgesetzt wird.

(2) Pflichtfächer sind:

  1. 1.
    1. a)

      die Grundstrukturen des Privatrechts,

    2. b)

      der Allgemeine Teil des Bürgerlichen Rechts, das Schuldrecht und das Sachenrecht,

    3. c)

      die Grundzüge des Familien- und Erbrechts;

  2. 2.

    die Grundzüge des Handels- und Gesellschaftsrechts;

  3. 3.

    die Grundzüge des Arbeitsrechts;

  4. 4.
    1. a)

      die Grundstrukturen des Strafrechts einschließlich kriminologischer Bezüge,

    2. b)

      der Allgemeine und der Besondere Teil des Strafgesetzbuches;

  5. 5.
    1. a)

      die Grundstrukturen des öffentlichen Rechts mit Bezügen zur allgemeinen Staatslehre, zum europäischen Recht und zum Völkerrecht,

    2. b)

      das Staatsrecht,

    3. c)

      die Grundzüge des allgemeinen Verwaltungsrechts und des Verwaltungsverfahrensrechts,

    4. d)

      aus dem besonderen Verwaltungsrecht das Polizei- und Ordnungsrecht, das Kommunalrecht, das Wirtschaftsverwaltungsrecht sowie die Grundzüge des Baurechts;

  6. 6.

    die Grundzüge des Verfahrensrechts einschließlich des Gerichtsverfassungsrechts.

(3) Zu den Prüfungsfächern gehören auch die europarechtlichen und internationalen Bezüge und die philosophischen, geschichtlichen und gesellschaftlichen Grundlagen der jeweiligen Rechtsgebiete sowie die zugrunde liegenden rechtswissenschaftlichen Methoden.