Pferderecht

Eine spezielle gesetzliche Reglung zum Pferd findet sich in der deutschen Rechtsordnung nicht. Dennoch kann beim  Pferdesport, beim Pferdekauf, als Mitglied in einem Reitverein oder bei einem Tierarztbesuch so einiges schief laufen. Hier gelten die allgemeinen Regeln, insbesondere die des Bürgerlichen Gesetzbuches. Tiere sind zwar keine Sachen, so auch das Gesetz ausdrücklich (§ 90a BGB), aber innerhalb der Rechtsordnung werden sie wie solche behandelt. Damit entstehen Fragen, wie wann ist ein Pferd mangelhaft und wer trägt die Beweislast für einen solchen Nachweis. Erst kürzlich hat der BGH im Tierrecht selbigen Beweislastreglungen wie im Arzt-Patienten-Verhältnis nach den §§ 630 ff. BGB angenommen.

Besonderheit beim Pferdekauf +++ www.pferdesportrecht.de +++

20.10.20101315 Mal gelesen
Verkauft ein gewerblicher Pferdehändler an einen Endverbraucher ein Reitpferd, so handelt es sich in der Regel um einen Verbrauchsgüterkauf, bei dem grundsätzlich vermutet wird, dass ein Sachmangel bereits bei Übergabe des Tieres vorlag, wenn dieser sich innerhalb von sechs Monaten nach Gefahrübergang zeigt. Diese Regelung stößt beim Tierkauf regelmäßig aber wegen des Pferdes als lebendem Oragnismus an Grenzen in tatsächlicher Hinsicht.

Leitfaden zum Pferdekaufrecht nach der Schuldrechtsmodernisierung

10.10.20073576 Mal gelesen

I. Einführung


„Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.“  Dieses alte Sprichwort sollte – wenn überhaupt – wirklich nur dann beherzigt werden, wenn man tatsächlich die seltene Gelegenheit erhält, kostenfrei Eigentümer eines Pferdes zu werden. Ist die Anschaffung des Vierbeiners hingegen mit der Zahlung eines mehr oder weniger hohen Kaufpreises verbunden, so sollte der Pferdefreund unbedingt nach dem Grundsatz „Augen auf beim Pferdekauf“  verfahren.