Bundesgerichtshof
Urt. v. 19.01.1967, Az.: II ZR 37/64
Wissenserklärungsvertreter; Einstehen für Erklärungen; Erfüllung einer Aufklärungspflicht; Schadensanzeige; Repräsentantenhaftung; Selbständiger Zurechnungsgrund
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 19.01.1967
- Aktenzeichen
- II ZR 37/64
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1967, 10724
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- § 3 II AKB
- § 166 Abs. 1 BGB
- § 75 VVG
- § 79 VVG
Fundstellen
- DB 1967, 635 (Volltext mit amtl. LS)
- MDR 1967, 565 (Volltext mit amtl. LS)
- VersR 1967, 343
Redaktioneller Leitsatz
1. In entsprechender Anwendung des § 166 Abs. 1 BGB muß für die Erklärungen seines Vertreters derjenige einstehen, der sich bei Erfüllung seiner Aufklärungspflicht von einem anderen vertreten läßt (hier: Ehemann), der auch die Schadensanzeige unterschreibt.
2. Diese Haftung für einen "Wissenserklärungsvertreter" stellt einen von der Repräsentantenhaftung verschiedenen, selbständigen Zurechnungsgrund dar (siehe auch BGH vom 25. 10. 1952, VersR 1952, 428; OLG Köln vom 26. 11. 1979, VersR 1981, 696).