Bundesgerichtshof
Urt. v. 27.11.1962, Az.: VI ZR 217/61
Plötzliche Gefahrenlage; Kraftfahrer; Eigenschädigung; Bewahren vor Gefahren; Ersatzanspruch; Bemessung der Entschädigung
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 27.11.1962
- Aktenzeichen
- VI ZR 217/61
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1962, 10261
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- OLG Düsseldorf
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BGHZ 38, 270 - 281
- DB 1963, 132 (amtl. Leitsatz)
- JZ 1963, 547-550 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
- MDR 1963, 209-210 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1963, 390-393 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1966, 1893-1899 (Urteilsbesprechung von Landgerichtsrat Dr. Horst Hagen)
- VRS 24, 85
- VersR 1963, 1022 (amtl. Leitsatz)
- VersR 1963, 143-145 (Volltext mit amtl. LS)
Redaktioneller Leitsatz
1. Schädigt sich ein Kraftfahrer in einer plötzlichen Gefahrenlage selbst und bewahrt dadurch einen anderen davor, durch das Kfz überfahren zu werden, so kann er von dem Geretteten angemessenen Ersatz verlangen.
2. Die von dem Kfz ausgehende Gefahr ist bei der Bemessung der Entschädigung zu berücksichtigen.
3. Voraussetzung für den Anspruch ist, daß sich der Kraftfahrer nach § 7 Abs. 2 StVG entlasten kann.