Bundesfinanzhof
Urt. v. 24.07.1996, Az.: I R 62/95
Zusammenveranlagung von Ehegatten; Zurechnung des Verschuldens; Begriff des Steuerpflichtigen
Bibliographie
- Gericht
- BFH
- Datum
- 24.07.1996
- Aktenzeichen
- I R 62/95
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1996, 11311
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BFHE 181, 252 - 255
- BB 1997, 141 (amtl. Leitsatz)
- BB 1997, 457-459 (Volltext mit amtl. LS)
- BFH/NV 1997, 69-70
- BStBl II 1997, 115-116 (Volltext mit amtl. LS)
- DB 1997, 710-711 (Volltext mit amtl. LS)
- DStR 1998, 1077-1081 (Urteilsbesprechung von Dr. Rolf Flies)
- DStR 1997, 156-158 (Volltext mit amtl. LS)
- DStRE 1997, 120 (amtl. Leitsatz)
- DStZ 1997, 341-342 (Volltext mit amtl. LS)
- FamRZ 1997, 673 (amtl. Leitsatz)
- HFR 1997, 136-137 (Volltext mit amtl. LS)
- KÖSDI 1997, 10960 (Kurzinformation)
- NJW 1997, 888 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1997, 831 (amtl. Leitsatz)
- NWB 1997, 158
Amtlicher Leitsatz
1. Der Ausdruck "Steuerpflichtiger" i. S. des § 173 I Nr. 2 AO 1977 bestimmt sich nach § 33 AO 1977.
2. Das Wesen der Zusammenveranlagung von Eheleuten besteht in der steuerlichen Behandlung als ein Steuerpflichtiger. Die damit korrespondierende Gesamtschuldnerschaft der Eheleute bedingt, daß sich jeder das grobe Verschulden des anderen als eigenes zurechnen lassen muß.
3. Kennt ein Steuerpflichtiger die steuerliche Bedeutung einer ihm von seinem Arbeitgeber ausgestellten Bescheinigung, so trifft ihn ein grobes Verschulden, wenn er nicht dafür Sorge trägt, daß die Bescheinigung dem FA zusammen mit der Steuererklärung vorgelegt wird.