Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 20.05.2003, Az.: 1 BvR 237/97
Beschränkung des Versorgungsausgleichs wegen grober Unbilligkeit; Beachtung eines persönlichen Fehlverhaltens im Rahmen der Entscheidung nach § 1587c Nr. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB); Schutz der Ehe als eine Lebensgemeinschaft gleichberechtigter Partner; Zweck des Versorgungsausgleichs; Berücksichtigung der Haushaltsführung und Kinderbetreuung bei der Berechnung des Versorgungsausgleichs
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 20.05.2003
- Aktenzeichen
- 1 BvR 237/97
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 2003, 31187
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- EzFamR aktuell 2003, 274
- FF 2003, 176 (red. Leitsatz)
- FamRB 2003, 387 (Volltext mit amtl. LS)
- FamRZ 2003, 1173-1175 (Volltext mit red. LS)
- FuR 2003, 404-408 (Volltext mit red. LS)
- JZ Information 2003, 458 (red. Leitsatz)
- JZ Information 2003, 458* (red. Leitsatz)
- NJW 2003, 2819-2821 (Volltext mit amtl. LS) "Begriff der "groben Unbilligkeit""
- NWB 2003, 3273
- ZAP 2003, 944-945
- ZFE 2003, 324-326 (Urteilsbesprechung von Anne Sanders)
Redaktioneller Leitsatz
- 1.
Das Vorliegen grober Unbilligkeit im Sinne des § 1587c Nr. 1 BGB ist nicht schon bei jedem ehelichem Fehlverhalten anzunehmen, sondern muss sich aus den beiderseitigen Verhältnissen der Eheleute ergeben.
- 2.
Ein langjähriges außereheliches Verhältnis kann nicht alleine zur Begründung des Ausschlusses des Versorgungsausgleichs herangezogen werden.