Bundesgerichtshof
Urt. v. 07.11.1979, Az.: IV ZB 159/78
Versorgungsausgleich; Ausschluß des Versorgungsausgleichs; Ausländische Versorgungsanwartschaften; Versorgungsausgleichstitel; Einzahlungsverpflichtung
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 07.11.1979
- Aktenzeichen
- IV ZB 159/78
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1979, 11083
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BGHZ 75, 242
- BGHZ 75, 241 - 272
- DB 1980, 86-87 (Volltext mit amtl. LS)
- DNotZ 1980, 545-552
- FamRZ 1980, 29
- IPRspr 1979, 75
- JZ 1980, 61-67 (Volltext mit amtl. LS)
- JZ 1980, 413-414 (amtl. Leitsatz mit Anm.)
- LSK-FamR/Runge, § 1587 BGB LS 40
- MDR 1980, 292-293 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1980, 47-54 (Volltext mit amtl. LS)
Redaktioneller Leitsatz
1. Der Versorgungsausgleich wird gesetzlich nicht auf die Zeit der Aufrechterhaltung der ehelichen Lebensgemeinschaft beschränkt. Vielmehr ist er grundsätzlich auf die gesamte Ehezeit vorgesehen, um der Gefahr von Manipulationen vorzubeugen. Trennungszeiten finden nur im Rahmen der Herabsetzungs- und Ausschlußmöglichkeiten gemäß Art 12 Nr. 3 Absatz 3 Satz 3 und 4 des 1. EheRG und § 1587c BGB Berücksichtigung.
2. Ein genereller Ausschluß des Versorgungsausgleichs bei Ehen zwischen einem deutschen und einem ausländischen Ehegatten findet nicht aufgrund dessen statt, daß es Schwierigkeiten bei der Ermittlung und Bewertung ausländischer Versorgungsanwartschaften und bei der Durchsetzung von Versorgungsausgleichstiteln über eine Einzahlungsverpflichtung gibt.