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Bundesfinanzhof
Urt. v. 18.12.1991, Az.: XI R 43/88

Bekanntgabemangel eines Steuerbescheides; Einspruchsentscheidung; Fehlerfreie Bekanntgabe; Heilung; Kommanditist; Erwerb von Darlehnsforderungen; Belassung der geschuldeten Beträge; Sonderbetriebsvermögen

Bibliographie

Gericht
BFH
Datum
18.12.1991
Aktenzeichen
XI R 43/88
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1991, 10969
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • BFHE 167, 347 - 355
  • BB 1992, 1978-1980 (Volltext mit amtl. LS)
  • BB 1992, 1202 (Kurzinformation)
  • BStBl II 1992, 585-588 (Volltext mit amtl. LS)
  • DB 1992, 1759 (Kurzinformation)
  • DStR 1992, 944-945 (Volltext mit amtl. LS)
  • DStZ 1992, 504-505 (Volltext mit amtl. LS)
  • HFR 1992, 615-616 (Volltext mit amtl. LS)
  • HFR 1992, 59-590 (Volltext mit amtl. LS)

Amtlicher Leitsatz

  1. 1.

    Der Bekanntgabemangel eines Steuerbescheides wird durch die fehlerfreie Bekanntgabe der Einspruchsentscheidung geheilt (Anschluß an BFH-Urteil vom 16. Mai 1990 X R 147/87, BFHE 161, 398, BStBl II 1990, 942).

  2. 2.

    Erwirbt ein Kommanditist Darlehensforderungen i. S. des § 15 (Abs. 1) Nr. 2 EStG oder sonstige Forderungen eines Dritten gegen die KG und werden die geschuldeten Beträge der Gesellschaft weiterhin belassen, so bilden die Forderungen Sonderbetriebsvermögen des Gesellschafters. Die Verbindlichkeiten, die der Gesellschafter als Gegenleistung zur Erlangung der Darlehensforderungen eingegangen ist, gehören zum negativen Sonderbetriebsvermögen. Hieran ändert sich nichts, wenn die Forderungen zur Erhöhung der Kommanditbeteiligung verwendet werden.

Hinweis: verbundenes Verfahren
Volltext siehe unter BFH - 18.12.1991 - AZ: XI 42/88