Bundesgerichtshof
Urt. v. 04.07.1984, Az.: 3 StR 199/84
Heimtücke; Tötungsvorsatz; Angriff; Versuchsstadium; Arglosigkeit; Tatvorbereitung; Tötungswillen; Fesselung
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 04.07.1984
- Aktenzeichen
- 3 StR 199/84
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1984, 11232
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- BGHSt 32, 382 - 389
- JZ 1984, 994-996
- MDR 1984, 863-865 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1985, 334-335 (Volltext mit amtl. LS)
- StV 1984, 509-511
Amtlicher Leitsatz
Heimtücke setzt i. d. R. voraus, daß das Opfer bei Beginn des ersten mit Tötungsvorsatz ausgeführten Angriffs - d. h. beim Eintritt der Tat in das Versuchsstadium - arglos ist; Arglosigkeit bei der Tatvorbereitung genügt nicht. Das gilt auch dann, wenn das Opfer in dem für die Arglosigkeit maßgeblichen Zeitpunkt aufgrund eines vom Täter ohne Tötungswillen früher vorgenommene Einwirkung (hier: Fesselung) wehrlos ist.