Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 01.07.1988, Az.: BVerwG 4 C 49/86
Fernstraßen; Planfeststellung; Gemeindeanspruch; Planergänzung
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 01.07.1988
- Aktenzeichen
- BVerwG 4 C 49/86
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1988, 12295
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VGH München 17.12.1985 - 8 B 84 A.1343
- VG Ansbach 27.02.1984 - AN 20 K 81 A.0539
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- BVerwGE 80, 7 - 15
- DVBl 1988, 964-967 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1989, 253-255 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ-RR 1989, 178 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
1. Auch eine "planbetroffene" Gemeinde kann Ansprüche auf nachträgliche Planergänzung gem. § 17 VI 2 FStrG unter der Voraussetzung nicht vorhersehbarer nachteiliger Wirkungen des planfestgestellten Vorhabens geltend machen (Fortführung von BVerwGE 51, 6 = NJW 1976, 1765 L).
2. Der Anspruch der Gemeinde ist räumlich auf Maßnahmen zum Schutze benachbarter Grundstücke beschränkt. Er setzt ferner eine Beeinträchtigung der Planungshoheit der Gemeinde voraus.
3. Der Anspruch nach § 17 VI 2 FStrG will eine tatsächliche Entwicklung erfassen, mit der die Beteiligten im Zeitpunkt der Planfeststellung verständigerweise nicht zu rechnen brauchten.