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Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 20.05.2008, Az.: 9 AZR 382/07

Wirksamkeit einer sogenannten doppelten Schriftformklausel in einem Arbeitsvertrag; Berücksichtigung des Vorrangs von individuellen Vertragsabreden vor Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB); Folgen des Erzeugens des Eindrucks der Unwirksamkeit einer mündlichen individuellen Vertragsabrede wegen Nichteinhaltung der Schriftform durch eine vertragliche Klausel

Bibliographie

Gericht
BAG
Datum
20.05.2008
Aktenzeichen
9 AZR 382/07
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 2008, 15820
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • BAGE 126, 364 - 374
  • AUR 2008, 226 (Kurzinformation)
  • AUR 2008, 403 (amtl. Leitsatz)
  • AiB-newsletter 2008, 4 (Pressemitteilung)
  • ArbRB 2008, 327 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
  • ArztR 2009, 74 (amtl. Leitsatz)
  • AuA 2008, 431 (Kurzinformation)
  • AuA 2009, 52 (Volltext mit red. LS u. Anm.)
  • AuR 2008, 226 (Kurzinformation)
  • AuR 2008, 403 (amtl. Leitsatz)
  • BB 2008, 1225 (Kurzinformation)
  • BB 2008, 2242-2243 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
  • BB 2008, 2691 (Volltext mit red. LS u. Anm.)
  • DB 2008, 2362-2365 (Urteilsbesprechung von RAe Dr. Nils Schramm und Dr. Andrea Kröpelin)
  • DB 2008, IX Heft 40 (amtl. Leitsatz)
  • DB 2008, XVII Heft 22 (Pressemitteilung)
  • DB 2008, 2365-2368 (Volltext mit amtl. LS)
  • DStR 2008, XIII Heft 45 (amtl. Leitsatz)
  • DStR 2008, 2495 (Kurzinformation)
  • EBE/BAG 2008, 158-160
  • EWiR 2008, 705 (Volltext mit red. LS u. Anm.)
  • EzA-SD 11/2008, 7 (Pressemitteilung)
  • EzA-SD 21/2008, 5-8
  • FA 2008, 214
  • FA 2009, 12
  • FA 2009, 7
  • FA 2008, 341 (red. Leitsatz)
  • HzA aktuell 2008, 10-11
  • HzA aktuell 2008, 6-9
  • JR 2009, 307
  • MDR 2008, R15 (Kurzinformation)
  • MDR 2008, 1344 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJW 2009, 316-319 (Volltext mit amtl. LS)
  • NJW-Spezial 2008, 690 (Kurzinformation) "Doppelte Schriftformklausel"
  • NWB 2008, 4850-4851 (Kurzinformation)
  • NWB 2008, 3271 (Kurzinformation)
  • NZA 2009, 62
  • NZA 2008, 1222-1226 (Urteilsbesprechung von RA Dr. Tobias Leder, LL.M. und RRef Philipp Scheuermann, LL.M.)
  • NZA 2008, VII Heft 11 (Kurzinformation)
  • NZA 2009, 281-289 (Urteilsbesprechung von Prof. Dr. Ulrich Preis)
  • NZA 2008, 1233-1237 (red. Leitsatz)
  • NZM 2009, 373
  • NotBZ 2009, 424
  • PuR 2008, 11 (Pressemitteilung)
  • RdA 2009, 386
  • RdW 2009, 220-221
  • SAE 2009, 93-97
  • ZAP EN-Nr. 457/2008
  • ZIP 2008, A46 (Kurzinformation)
  • ZIP 2008, 2035-2039 (Volltext mit amtl. LS)
  • ZInsO 2008, V Heft 24 (amtl. Leitsatz)
  • ZTR 2008, 683-686 (Volltext mit amtl. LS)
  • ZUb 2008, 283
  • schnellbrief 2008, 1 (Pressemitteilung)

Amtlicher Leitsatz

Vom AG vorformulierte Arbeitsvertragsklauseln sind gem. § 307 Abs.1 S.1 BGB unwirksam, wenn sie den AN entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligen. Nach § 305b BGB haben individuelle Vertragsabreden vor Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Vorrang. Der Erstatttungsanspruch des Kl. folgt aus betrieblicher Übung. Die Schrifformklausel ist zu weit gefasst und daher gem. § 307 Abs.1 S.1 BGB unwirksam. Sie erweckt beim AN entgegen der Schutzvorschirft des § 305b BGB den Eindruck, auch eine mündliche individuelle Vertragabrede sei wegen Nichteinhaltung der Schriftorm gem § 125 S.2 BGB unwirksam.