Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 07.11.1996, Az.: BVerwG 7 C 24/96
Öffentliches Interesse; Restitutionsausschluß; Mietwohngebäude; Vermietung; Sozial schwächere Bevölkerungsschichten; Wohnungsbau
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 07.11.1996
- Aktenzeichen
- BVerwG 7 C 24/96
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1996, 12615
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Schwerin 30.11.1995 - 3 A 1651/95
Rechtsgrundlagen
- § 5 Abs. 1 Buchst. a VermG
- § 5 Abs. 1 Buchst. c VermG
- § 4 Abs. 1 S. 1 VermG
- Art. 22 Abs. 4 S. 4 Einigungsvertrag
Fundstellen
- EWiR 1997, 623-624 (Volltext mit red. LS u. Anm.)
- NJ 1997, 211-212 (Volltext mit amtl. LS)
- NWB 1997, 240
- VIZ 1997, 162
- ZIP 1997, A2 (Kurzinformation)
Amtlicher Leitsatz
1. Es kann ein restitutionsausschließendes öffentliches Interesse im Sinne des § 5 Abs. 1 Buchst. a VermG daran bestehen, daß auf zuvor unbebauten Grundstücken errichtete Mietwohngebäude auch zukünftig durch Gemeinden und kommunale Wohnungsgesellschaften zur Vermietung an sozial schwächere Bevölkerungsschichten vorgehalten werden.
2. Eine die Vorschrift des § 5 Abs. 1 Buchst. c VermG erfüllende Verwendung im komplexen Wohnungsbau kann auch dann vorliegen, wenn die seinerzeit für die Planung und Bebauung einschlägigen Rechtsnormen der DDR diesen Begriff noch nicht gebrauchten.