Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 28.09.1993, Az.: BVerwG 1 C 1/93
Staatsangehörigkeit; Einbürgerung; Streitwert; Wartefrist; Unterbrechung der Rechtmäßigkeit des Aufenthalts
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 28.09.1993
- Aktenzeichen
- BVerwG 1 C 1/93
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1993, 13348
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VGH München 24.09.1992 - 5 B 92.1212
- üVG Würzburg 05.02.1992 - W 2 K 91.1109
Rechtsgrundlagen
- § 4 RuStAG
- § 13 GKG
Fundstellen
- DVBl 1994, 545 (amtl. Leitsatz)
- InfAuslR 1994, 191
- InfAuslR 1994, 35-38 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ-RR 1994, 178 (amtl. Leitsatz)
- NVwZ-RR 1994, 182 (amtl. Leitsatz)
- ZAR 1994, 39 (amtl. Leitsatz)
Amtlicher Leitsatz
1. Die Erfüllung der für einen Einbürgerungsanspruch in Art. 2 S. 1 Nr. 2 AG-StlMindÜbk vorgesehenen fünfjährigen Wartefrist wird nicht durch eine kurzfristige Unterbrechung der Rechtmäßigkeit des Aufenthalts ausgeschlossen, die auf einem um vier Tage verspäteten Antrag auf Verlängerung einer Aufenthaltsbefugnis beruht.
2. Zum Einbürgerungsanspruch von Palästinensern, die keine andere Staatsangehörigkeit besitzen, nach Art. 2 des Gesetzes zur Verminderung der Staatenlosigkeit vom 29.6.1977 AG-StlMindÜbk.
3. In Einbürgerungsverfahren ist der Streitwert gem. § 13 I 1 GKG i. d. R. auf 10.000,- DM festzusetzen.