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Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 11.03.2004, Az.: 1 BvR 517/99

Anwendbarkeit des Rechtsberatungsgesetzes auf eine Zeitschriftenserie mit der redaktionellen Ankündigung von Hilfe bei Ärger mit dem Auto im Rahmen einer Verfassungsbeschwerde; Anwendbarkeit des Rechtsberatungsgesetzes auf eine Fernsehserie in Abwägung mit der Rundfunkfreiheit aus Art. 5 Abs. 1 Satz 2 Grundgesetz (GG); Beschränkung des Grundrechts der Pressefreiheit durch das Rechtsberatungsgesetz; Zulässigkeit der Verfassungsbeschwerde gegen Entscheidungen im Eilverfahren hinsichtlich des Erfordernisses der Erschöpfung des Rechtswegs in der Hauptsache ; Begriff der geschäftsmäßigen Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
11.03.2004
Aktenzeichen
1 BvR 517/99
Entscheidungsform
Beschluss
Referenz
WKRS 2004, 11305
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
BGH - 11.02.1999 - AZ: I ZR 105/98
OLG Düsseldorf - 26.03.1998 - AZ: 2 U 116/97
OLG Düsseldorf - 12.01.1999 - AZ: 20 U 74/98
LG Duisburg - 28.04.1998 - AZ: 42 O 84/97
OLG Düsseldorf - 16.12.1997 - AZ: 20 U 63/97
LG Duisburg - 21.03.1997 - AZ: 42 O 42/97
OLG Düsseldorf - 12.01.1999 - AZ: 20 U 75/98
LG Duisburg - 28.04.1998 - AZ: 42 O 90/97
OLG Düsseldorf - 16.12.1997 - AZ: 20 U 64/97
LG Duisburg - 21.03.1997 - AZ: 42 O 44/97

Fundstellen

  • JA 2005, 18
  • KF 2004, 233
  • NJW 2004, 1855-1858 (Volltext mit red. LS)
  • NJW 2004, VIII Heft 19 (Kurzinformation)
  • ZUM 2004, 556-560 (Volltext mit amtl. LS)

Tenor:

  1. 1.

    Die Verfassungsbeschwerden werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.

  2. 2.

    Die Verfassungsbeschwerde der Beschwerdeführerin zu 1 wird nicht zur Entscheidung angenommen.

  3. 3.

    Die Urteile des Landgerichts Duisburg vom 28. April 1998 - 42 O 84/97 und 42 O 90/97 - und des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 12. Januar 1999 - 20 U 74/98 und 20 U 75/98 - verletzen die Beschwerdeführerin zu 2 in ihrem Grundrecht aus Artikel 5 Absatz 1 Satz 2 des Grundgesetzes.

    Die Urteile des Oberlandesgerichts werden aufgehoben. Die Sache wird an dieses Gericht zurückverwiesen. Im Übrigen wird die Verfassungsbeschwerde der Beschwerdeführerin zu 2 nicht zur Entscheidung angenommen.

  4. 4.

    Das Land Nordrhein-Westfalen hat die notwendigen Auslagen der Beschwerdeführerin zu 2 zur Hälfte zu erstatten.

Hinweis: Verbundenes Verfahren

Verbundverfahren:
BVerfG - 11.03.2004 - AZ: 1 BvR 313/99