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Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 20.04.2004, Az.: 1 BvR 905/00

Verfassungsmäßigkeit der Ökosteuer; Rechtmäßigkeit der Verteuerung von Mineralöl; Verletzung der Grundrechtsbelange deutscher Transportunternehmer durch die Ökosteuer; Verfassungsmäßigkeit der Erhöhungen der Mineralölsteuer ; Unzulässige Diskriminierung ganzer Berufszweige durch Erhöhung der Mineralölsteuer; Grundrechtsschutz vor veränderten Verhältnissen am Markt ; Gleichheitswidrige Verzerrung des Wettbewerbs zwischen Betreibern gewerblicher und betrieblicher Kühlhäuser

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
20.04.2004
Aktenzeichen
1 BvR 905/00
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 2004, 13278
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • BVerfGE 110, 274 - 304
  • BFH/NV (Beilage) 2004, 305-312 (Volltext mit amtl. LS)
  • DVBl 2004, 705-710 (Volltext mit amtl. LS)
  • HFR 2004, 572-577
  • JuS 2004, 813-815 (Volltext mit amtl. LS)
  • Jura 2004, Heft 11 Karteikarte (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
  • NVwZ 2004, 707-708 (Pressemitteilung)
  • NWB 2004, 1349
  • UPR 2004, 224-227
  • WM 2004, 997-1001
  • jura 2004, Art. 3 I Art. 12 Art. 14 Art 106-Karteikarte (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)

Verfahrensgegenstand

Verfassungsbeschwerden
gegen Art. 1 §§ 3, 5 Abs. 1, § 9 Abs. 3 sowie § 10 Abs. 1 und 2 des Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform vom 24. März 1999 (BGBl. I S. 378) - Stromsteuergesetz - 1 BvR 1748/99 -,
gegen §§ 2, 25, 25 a Mineralölsteuergesetz in der Fassung des Art. 2 des Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform vom 24. März 1999 (BGBl. I S. 378), des Art. 1 des Gesetzes zur Fortführung der ökologischen Steuerreform vom 16. Dezember 1999 (BGBl. I S. 2432) und des Art. 1 des Gesetzes zur Fortentwicklung der ökologischen Steuerreform vom 23. Dezember 2002 (BGBl. I S. 4602) - 1 BvR 905/00 -

Amtlicher Leitsatz

  1. 1.

    Strom- und Mineralölsteuer sind Verbrauchsteuern im Sinne des Art. 106 Abs. 1 Nr. 2 GG. Die Einführung der Stromsteuer und die Erhöhung der Mineralölsteuer im Rahmen der ökologischen Steuerreform berühren das Grundrecht der Berufsfreiheit der Verbraucher nicht.

  2. 2.

    Die Differenzierung zwischen Produzierendem Gewerbe und Dienstleistungsunternehmen bei der Steuervergünstigung nach § 9 Abs. 3, § 10 Abs. 1 und 2 StromStG sowie nach den §§ 25, 25 a MinöStG verstößt nicht gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG.

  3. 3.

    Aus einer Steuervergünstigung für eine Gruppe erwächst aus Art. 3 Abs. 1 GG kein Anspruch einer anderen Gruppe auf eine andere Steuervergünstigung, die wirtschaftlich zu einer vergleichbaren Entlastung führt.

In den Verfahren
hat das Bundesverfassungsgericht - Erster Senat -
unter Mitwirkung
des Präsidenten Papier,
der Richterinnen Jaeger, Haas,
der Richter Hömig, Steiner,
der Richterin Hohmann-Dennhardt,
der Richter Hoffmann-Riem und Bryde
auf Grund der mündlichen Verhandlung vom 2. Dezember 2003
durch Urteil
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Verfassungsbeschwerden werden zurückgewiesen.

Hinweis: Verbundenes Verfahren

Volltext siehe unter
BVerfG - 20.04.2004 - AZ: 1 BvR 1748/99