Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 22.12.1980, Az.: BVerwG 7 C 84/78
Atomrechtliche Teilgenehmigung; Drittwirkung ; Einwendung; Bindungswirkung einer erteilten Teilgenehmigung; Radioaktive Emission; Dosisgrenzwerte; Strahlenminimierungsgebot
Bibliographie
- Gericht
- BVerwG
- Datum
- 22.12.1980
- Aktenzeichen
- BVerwG 7 C 84/78
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1980, 11481
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- VG Oldenburg (Oldenburg) 04.10.1977 - I A 371/72 S
- OVG Lüneburg 30.05.1978 - VII A 2/78
- nachfolgend
- BVerfG - 05.10.1982 - AZ: 2 BvR 316/81
Rechtsgrundlage
- § 28 StrlSchVO
Fundstellen
- BVerwGE 61, 256 - 276
- DB 1981, 886-888 (Volltext mit amtl. LS)
- DVBl 1981, 405-409 (Volltext mit amtl. LS)
- DÖV 1981, 294-298 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1981, 1393-1396 (Volltext mit amtl. LS) "Restrisiko bei Atomkraftwerken"
Amtlicher Leitsatz
1. Eine atomrechtliche Teilgenehmigung kann nicht mit Einwendungen bekämpft werden, denen die Bindungswirkung einer früher erteilten Teilgenehmigung entgegensteht.
2. Wer eine gemäß § 7 AtomG erteilte Betriebsgenehmigung für ein Kernkraftwerk wegen der mit dem Normalbetrieb dieser Anlage verbundenen radioaktiven Emissionen anficht, muß dartun, daß ihm gegenüber die Vorschriften des § 45 StrlSchVO, die die Dosisgrenzwerte bestimmen, verletzt sein könnten; andernfalls ist seine Klage unzulässig.
3. Das Strahlenminimierungsgebot des § 28 StrlSchVO ist nicht drittschützend.