Bundesfinanzhof
Urt. v. 30.07.1997, Az.: I R 71/96
Verlust i.S. des § 33 KStG; Anwendbarkeit der Norm
Bibliographie
- Gericht
- BFH
- Datum
- 30.07.1997
- Aktenzeichen
- I R 71/96
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1997, 11478
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BFHE 184, 305 - 311
- BB 1998, 92 (amtl. Leitsatz)
- BB 1998, 680-682 (Volltext mit amtl. LS)
- BFH/NV 1998, 542-544
- BStBl II 1998, 77
- BStBl II 1998, 75-78 (Volltext mit amtl. LS)
- DB 1998, 170-171 (Volltext mit amtl. LS)
- DStR 1998, 27-29 (Volltext mit amtl. LS)
- DStRE 1998, 11-12 (amtl. Leitsatz)
- DStZ 1998, 296-298 (Volltext mit amtl. LS)
- FR 1998, 165-168
- GmbH-StB 1998, 7 (Volltext mit amtl. LS)
- GmbHR 1998, 99-102 (Volltext mit amtl. LS)
- HFR 1998, 209-211
- KÖSDI 1998, 11388 (Kurzinformation)
- NWB DokSt 1998, 531-532
- SteuerBriefe 1998, 326-327
- SteuerBriefe 1998, 980-981
Amtlicher Leitsatz
1. Unter dem Verlust i.S des § 33 Abs. 1 KStG ist ein negatives zu versteuerndes Einkommen zu verstehen.
2. § 33 Abs. 1 KStG läßt keine Aufteilung des negativen zu versteuernden Einkommens in positive ausländische Einkommensteile zu, die dem EK 01 zuzuordnen sind, und in (höhere) negative Einkommensteile, die dem EK 02 zuzuordnen sind. Es darf nur ein saldierter Einkommensbetrag in das vEK eingestellt werden.
3. Besteht der Gesamtbetrag der Einkünfte sowohl aus inländischen als auch aus ausländischen Einkünften, so ist ein vor- und rückzutragender Verlust in Ermangelung einer anderweitigen positiven Regelung anteilig mit den in- und ausländischen Einkünften zu verrechnen. Es sind die positiven ausländischen Einkünfte in eine Relation zu dem Gesamtbetrag der Einkünfte zu setzen. Der sich daraus ergebende Schlüssel ist auch der Verrechnung des Verlustabzuges zugrunde zu legen.