Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 07.04.1981, Az.: 2 BvR 1210/80
Rechtlicher Ausschluß der Wählbarkeit; Ausgeschiedener Beamter; Ineligibilität; Ermächtigungsgrundlage; Hauptverwaltungsbeamter; Ruhestand
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 07.04.1981
- Aktenzeichen
- 2 BvR 1210/80
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1981, 11380
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- Art. 137 Abs. 1 GG
- § 35 GO Nds
Fundstellen
- BVerfGE 57, 43 - 70
- Bernhard, DVBl 81, 869
- DVBl 1981, 865-871 (Volltext mit amtl. LS u. Anm.)
- JZ 1981, 476-479 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1981, 2047-2049 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Art. 137 I GG läßt einen - auch zeitlich begrenzten - rechtlichen Ausschluß von der Wählbarkeit (Ineligibilität) nicht zu.
2. Der aus seinem Amt ausgeschiedene Beamte ist nicht mehr Teil der Exekutive; er ist nicht Beamter im Sinne des Art. 137 I GG.
3. Art. 137 I GG ermächtigt den niedersächsischen Gesetzgeber nicht, Hauptverwaltungsbeamte im Ruhestand für einen Zeitraum von fünf Jahren nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt von der Wählbarkeit in den Rat der Gemeinde auszuschließen.