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Bundessozialgericht
Urt. v. 05.02.1980, Az.: 2 RU 33/78

Konkursverwalter; Unfallversicherung; Sozialgerichtsbarkeit; Masseschulden; Konkursausfallgeld; Einforderung rückständiger Beiträge

Bibliographie

Gericht
BSG
Datum
05.02.1980
Aktenzeichen
2 RU 33/78
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1980, 10682
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Verfahrensgang

vorgehend
SG Augsburg 21.02.1978 - S 2 U 282/77

Fundstellen

  • BSGE 49, 276 - 283
  • SozR 2200 § 28 Nr 3
  • ZIP 1980, 252-256

Amtlicher Leitsatz

1. Nimmt die Berufsgenossenschaft den Konkursverwalter eines Mitgliedunternehmens durch Verwaltungsakt wegen rückständiger Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung mit der Begründung in Anspruch, Massegläubigerin zu sein, kann der Konkursverwalter dagegen vor den Gerichten der Sozialgerichtsbarkeit nach SGG § 55 Abs 1 Nr 1 die Feststellung begehren, daß die rückständigen Beiträge keine Masseschulden sind.

2. Rückstände iS des RVO § 28 Abs 3 S 1 idF des Gesetzes über Konkursausfallgeld (Drittes Gesetz zur Änderung des Arbeitsförderungsgesetzes) Art 2 § 4 vom 17.07.1974 (BGBl I 1974, 1481) und damit Masseschulden iS des KO § 59 Abs 1 Nr 3 idF des AFGÄndG 3 Art 2 § 1 Nr 1 Buchst a sind auch die Ansprüche der Berufsgenossenschaften auf Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung für die letzten sechs Monate vor Eröffnung des Konkursverfahrens oder vor dem Ableben des Gemeinschuldners.