Bundesgerichtshof
Urt. v. 14.11.1989, Az.: XI ZR 97/88
Sparkasse; Scheckeinzug; Gutschrift; Sicherungseigentum; Pfandrecht; Girovertrag; Anspruch auf Gutschrift; Inkassoerlös; Schuldsaldo
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 14.11.1989
- Aktenzeichen
- XI ZR 97/88
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1989, 13369
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlage
- Nr. 21 AGB Spark
Fundstellen
- BB 1990, 97-98 (Volltext mit amtl. LS)
- DB 1990, 216-217 (Volltext mit amtl. LS)
- Häuser, WM 90, 1184
- MDR 1990, 544-545 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW-RR 1990, 366-367 (Volltext mit amtl. LS)
- VuR 1990, 198 (amtl. Leitsatz)
- WM 1990, 6-8 (Volltext mit amtl. LS)
- ZIP 1990, 368-369
Amtlicher Leitsatz
1. Eine Sparkasse, der ein Scheck zum Einzug und zur Gutschrift des Erlöses auf dem Konto eines Dritten eingereicht wird, erlangt weder Sicherungseigentum noch ein Pfandrecht an dem Scheck, auch wenn das Girokonto des Einreichers einen Schuldsaldo aufweist.
2. Wird das Konto des Begünstigten bei der mit dem Scheckeinzug beauftragten Sparkasse geführt, entsteht für diesen aufgrund seines Girovertrages ein Anspruch auf Gutschrift des Erlöses, sobald die Sparkasse Deckung für den Inkassoerlös erlangt.