Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 08.07.1997, Az.: 1 BvR 1243/95
Öffentlicher Dienst; Kündigung; Eignungsmangel
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 08.07.1997
- Aktenzeichen
- 1 BvR 1243/95
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1997, 12199
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BVerfGE 96, 152 - 170
- AuR 1997, 405 (amtl. Leitsatz)
- FA 1997, 28-29 (amtl. Leitsatz)
- MDR 1997, 946-947 (Volltext mit amtl. LS)
- NJ 1997, 411-412 (Pressemitteilung)
- NJ 1997, 513-517 (Urteilsbesprechung von Prof. Dr. Rosemarie Will)
- NJ 1997, 479-480 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1997, 2312-2314 (Volltext mit amtl. LS)
- NVwZ 1997, 989 (amtl. Leitsatz)
- NZA 1997, 932-935 (Volltext mit amtl. LS)
- ZTR 1997, 422-423 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Die in Art. 33 II GG verankerten Anforderungen an den Zugang zum öffentlichen Dienst gelten auch dann, wenn die Prüfung der Zugangsvoraussetzungen im Rahmen der Entscheidung über die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses nach Anl. I Kap. XIX Sachgeb. A Abschn. IIII Nr. 1 Abs. 4 Nr. 1 EinigungsV nachgeholt wird.
2. Die dabei verfassungsrechtlich gebotene Gesamtwürdigung der Persönlichkeit des Mitarbeiters darf nicht dadurch verkürzt werden, daß einer von ihm früher innegehabten Position das Gewicht einer gesetzlichen Vermutung beigemessen wird, die einen Eignungsmangel begründet, wenn sie nicht widerlegt wird.