Bundessozialgericht
Urt. v. 20.04.1983, Az.: 5a RKnU 2/81
Unfallrente; Rücknahme eines Verwaltungsaktes; Urlaubsgeld; Jahresarbeitsverdienst; Arbeitseinkommen; Neufeststellungsverfahren
Bibliographie
- Gericht
- BSG
- Datum
- 20.04.1983
- Aktenzeichen
- 5a RKnU 2/81
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1983, 10828
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- SG Aachen 25.06.1981 - S 5 BU 24/81
Rechtsgrundlagen
- § 44 Abs. 1 S. 1 SGB X
- § 17 S. 1 Nr. 1 SGB IV
- § 160 Abs. 1 S. 1 RVO
- § 571 Abs. 1 S. 1 RVO
- § 54 Abs. 4 SGG
- § 78 Abs. 2 S. 1 SGG
- § 2 Abs. 1 Nr. 2 ArEV
- § 3 ArEV
- § 627 RVO
Fundstellen
- BSGE 55, 87 - 91
- SozR 1300 § 44 Nr 4
Amtlicher Leitsatz
1. Umfaßt die Klage auf rückwirkende Gewährung einer höheren Unfallrente das Begehren auf Rücknahme eines - teilweise - rechtswidrigen nicht begünstigenden Verwaltungsaktes, durch den Sozialleistungen iS des § 44 Abs 1 SGB X zu Unrecht nicht erbracht worden sind, so betrifft der mit der Klage angefochtene Verwaltungsakt eine Leistung, auf die iS der §§ 54 Abs 4, 78 Abs 2 SGG ein Rechtsanspruch besteht.
2. Das pauschal versteuerte tarifliche Urlaubsgeld gehört - ebenso wie das nicht und das normal versteuerte Urlaubsgeld - zu dem für den Jahresarbeitsverdienst maßgeblichen Arbeitseinkommen (Anschluß an und Fortführung von BSG 21.02.1980 5 RKnU 1/78 = BSGE 50, 9 = SozR 2200 § 571 Nr 16).