Bundesverfassungsgericht
Beschl. v. 15.02.1967, Az.: 2 BvR 658/65
Verhängung der Hausstrafe; Strafgefangener; Akt öffentlicher Gewalt; Beanstandung des Akts öffentlicher Gewalt
Bibliographie
- Gericht
- BVerfG
- Datum
- 15.02.1967
- Aktenzeichen
- 2 BvR 658/65
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1967, 10670
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- OLG Hamm 08.11.1965 - 1 VAs 111/65
Rechtsgrundlagen
Fundstellen
- BVerfGE 21, 191 - 196
- DRiZ 1967, 165-166
- DVBl 1967, 890 (amtl. Leitsatz)
- DÖV 1967, 578 (amtl. Leitsatz)
- JuS 1967, 422
- NJW 1967, 923-924 (Volltext mit red. LS)
Redaktioneller Leitsatz
1. Ein Akt öffentlicher Gewalt ist die Verhängung einer Hausstrafe gegen einen Strafgefangenen durch den Anstaltsleiter.Dagegen steht der Rechtsweg nach Art. 19 Abs. 4 offen.
2. Der in Art. 19 Abs. 4 GG grundrechtlich gewährleistete umfassende Rechtsschutz erfordert im Rahmen des Verfahrens nach den §§ 23 ff. EGGVG eine umfassende Prüfung und nicht nur die Klärung der Frage, ob eine Beanstandung eines Akts der öffentlichen Gewalt aus Rechtsgründen vorzunehmen ist.