Bundesgerichtshof
Urt. v. 13.12.1972, Az.: IV ZR 156/71
Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung; Personenbeförderung; Personenbeförderungsschein; Fahrgastsicherheit; Schutz der Fahrgäste vor Schäden; Verkehrsteilnehmer; Omnibus; Omnibusunfall; Rechtswidrigkeitszusammenhang; Allgemeine Fahrerlaubnis
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 13.12.1972
- Aktenzeichen
- IV ZR 156/71
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1972, 11116
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Rechtsgrundlagen
- § 2 Nr. 2c AKB
- § 6 Abs. 2 VVG
- § 15d StVZO
Fundstellen
- IPRspr 1972, 29
- MDR 1973, 301 (Volltext mit amtl. LS)
- NJW 1973, 285-287 (Volltext mit amtl. LS)
- VersR 1973, 172-174 (Volltext mit red. LS)
Amtlicher Leitsatz
Die zusätzliche Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung dient der Sicherheit der beförderten Fahrgäste. Aus dem Schutzzweck des § 15 d StVZO Schutz der Fahrgäste vor Schäden - folgt: Werden durch den Unfall eines Omnibusses keine Fahrgäste, sondern nur andere Verkehrsteilnehmer geschädigt, so besteht versicherungsrechtlich kein Rechtswidrigkeitszusammenhang (§ 6 Abs. 2 VVG), wenn der Fahrer des Omnibusses nur die allgemeine Fahrerlaubnis der Klasse 2, nicht aber die zusätzliche Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung hatte.