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Bundesverfassungsgericht
Urt. v. 23.09.1992, Az.: 1 BvL 15/85

Verfassungswidrigkeit von Gesetzen; Neuregelungspflicht; Kleingarten; Pachtzins

Bibliographie

Gericht
BVerfG
Datum
23.09.1992
Aktenzeichen
1 BvL 15/85
Entscheidungsform
Urteil
Referenz
WKRS 1992, 12609
Entscheidungsname
[keine Angabe]
ECLI
[keine Angabe]

Fundstellen

  • BVerfGE 87, 114 - 151
  • DVBl 1993, 250-252 (amtl. Leitsatz)
  • DVBl 1993, 33-38 (Volltext mit amtl. LS)
  • DWW 1993, 133
  • GuG 1993, 120-123 (Volltext mit amtl. LS)
  • JuS 1993, XIV Heft 2 (Volltext)
  • NJ 1993, 48 (amtl. Leitsatz)
  • NJW-RR 1993, 971-975 (Volltext mit amtl. LS)
  • NVwZ 1993, 1182 (amtl. Leitsatz)
  • ZfBR 1993, 80-84 (Volltext mit amtl. LS)

Amtlicher Leitsatz

1. Hat das BVerfG ein Gesetz für verfassungswidrig, aber nicht für nichtig erklärt, muß der Gesetzgeber grundsätzlich zumindest mit Wirkung von diesem Zeitpunkt an die verfassungswidrige Lage beseitigen. Für die Zeit vor der Neuregelung kann jedoch keine Abhilfe verlangt werden, wenn diese praktisch nicht mehr durchführbar wäre oder den Betroffenen keinen Nutzen mehr bringen könnte oder wenn sie nur unter unverhältnismäßiger Beeinträchtigung anderer schutzwürdiger Belange möglich wäre.

2. Die Begrenzung des Pachtzinses für Kleingärten in § 5 I 1 BKleinG ist in ihrem Ausmaß für private Verpächter mit Art. 14 I 1 GG nicht vereinbar.