Bundesarbeitsgericht
Urt. v. 09.07.1980, Az.: 4 AZR 564/78
Koalitionsfreiheit; Rechtsetzungsbefugnis; Unübertragbarkeit; Verweis; Rechtsverkehr; Schriftform; Klarstellungsfunktion; Bezugnahme
Bibliographie
- Gericht
- BAG
- Datum
- 09.07.1980
- Aktenzeichen
- 4 AZR 564/78
- Entscheidungsform
- Urteil
- Referenz
- WKRS 1980, 10051
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- LAG München 09.03.1978 - 2 (3) Sa 562/77
Rechtsgrundlage
Fundstellen
- BAGE 34, 42 - 57
- NJW 1981, 1574-1575 (Volltext mit amtl. LS)
Amtlicher Leitsatz
1. Die Tarifvertragsparteien können die ihnen zugewiesene Rechtssetzungsbefugnis nicht auf Dritte übertragen. Die Rechtssetzungsbefugnis umfaßt grundsätzlich auch das Recht, auf jeweils geltende tarifliche Vorschriften zu verweisen.
2. Anders als im allgemeinen bürgerlichen Rechtsverkehr hat die Schriftform bei Tarifverträgen nur Bedeutung für die Klarstellung ihres Inhaltes. Damit verstößt die eindeutige Bezugnahme auf einen anderen Tarifvertrag nicht gegen § 1 II TVG.